CASPAR NIKOLAUS STÜTZLE

EDUCATION

Caspar Nikolaus Stützle, geboren 1976 in Filderstadt, aufgewachsen bei Freiburg im Breisgau, studierte Architektur an der Technischen Universität Dresden, dem Istituto Universitario di Architettura di Venezia und der Technischen Universität Delft, MSc Arch. und ist vereidigter Ziviltechniker seit 2018

 

Architektur: Mitarbeit unter anderem bei Coop Himmelblau, Boris Prodrecca, Dennis Lems Architects Associates, POS Architekten und Rataplan ZT GmbH Projektleitung unter anderem für das Falkensteiner Hotel am Margaretengürtel, Chipperfield Architects, Matteo Thun

 

Auslandsaufenthalte in Italien und den Niederlanden zum Studium, Beijing für einen Entwurf der Fassade des Urban Design Institute der Central University of Fine Arts, Südamerika für eine Rundreise, Abu Dhabi für ein Hochhausprojekt, Istanbul und Türkei für Sprachkurs und Kulturreise.

 

Wienbalkon: Produktentwicklung eines begrünten Balkons zum Anbau an bestehende Gebäude – ein Fassadenmöbel, das weniger Schatten wirft und mit einer bequemen Eckbank ausgestattet ist. Förderungen durch FFG, aws, INiTS und die Wirtschaftsagentur Wien, erteiltes Patent AT  www.wienbalkon.com

 

Seit 2019 künstlerisch tätig, Ausstellung bei ARTAPLAN Februar 2021, laufend

 

 

ARTIST STATEMENT

In der Architektur interessieren mich die leichten Gitterstrukturen, die unfertigen Gebäude, deren Durchlässigkeit, die Transparenz, die Räume dazwischen. Mich faszinieren die gespannten Leichtdächer von Frei Otto, oder der fließende Raum des Endless House von Friedrich Kiesler.

Mit den Skulpturen erforsche ich, was passiert, wenn es keine Funktion, keine Hermetik, kein Innen und kein Außen mehr gibt, sondern nur noch die gekrümmte Fläche aus einem einzigen Stück Stoff – Körper, Landschaft, Muskeln, gespannte Haut, Lebendigkeit.

Ausgangsmaterial ist gespannter, elastischer Stoff, den ich mit Gipsbinden, Beton, Putz oder Wachs stabilisiere. Die Skulpturen setze ich in Beziehung zur Natur und ihrer Umgebung, sie fangen Lichtstrahlen ein, bewegen sich im Windzug, tasten den Raum mit ihrem Schatten ab. Bei meiner Arbeit geht es mir um das Spannungsfeld zwischen Stabilität und Dynamik, Ruhe und Bewegung, Freude und Aggression, Kraft und Leblosigkeit, Elastizität und Zementierung. Auf meiner Suche nach Gleichgewicht finde ich es in den Gegensätzen.

Während meiner Arbeiten mit den Flügelwesen kamen mir immer wieder die Seraphim in der Hagia Sophia in den Sinn, diese sechsfach geflügelten Engel, von deren Eleganz, Kraft und Agilität ich fasziniert bin - daher nenne ich sie SERAPH